Württembergische Mehrkampfmeisterschaften
der Schüler in Spaichingen
Ellen Baumann ist die neue Siebenkampfkönigin
Die Athletin von der TG Nürtingen setzt sich in der Klasse
W 14 mit 3529 Punkten die Krone auf
Den wertvollsten Titel, den der Württembergische
Leichtathletikverband im Schüleralter zu vergeben hat, die Meisterschaft im
Siebenkampf, holte sich am Wochenende in Spaichingen Ellen Baumann von der TG
Nürtingen in der Klasse W14 mit 3529 Punkten. Den Doppelsieg für den Kreis
machte Olivia Herzog –
(LG Leinfelden) mit 3450 Punkten perfekt.
Ellen Baumann hatte schon am ersten Tag glänzende
Einzel-Resultate im Vierkampf und legte hier den Grundstein zum späteren
Erfolg. Im Vierkampf kam sie auf 2067 Punkte und wurde Württembergische Vizemeisterin
hinter Lena Missbauer
(VfL Pfullingen) mit 2086 Punkten, aber deutlich vor
Vanessa Speiser (TSV Crailsheim) mit 1990 Punkten.
Nächste aus dem Kreis war Olivia Herzog (LG Leinfelden) mit 1938 Punkten auf
Rang acht. Ellen Baumann begann stark mit 13,38 Sekunden über 100 Meter, dann
aber folgte der Knaller mit der Steigerung im Hochsprung auf 1,60 Meter
(persönliche Bestleistung) und mit 5,02 Metern folgte im Weitsprung die zweite.
Mit 8,78 Meter Kugel beschloss sie den Vierkampf.
Der zweite Tag wurde dann plötzlich zum Zweikampf mit
Olivia Herzog. Die Leinfeldenerin begann mit glänzenden 12,29 Sekunden über 80
Meter Hürden und Ellen Baumann kam hier auf 12,83 Sekunden. Beide lagen hier
weit vor der Konkurrenz, die nicht mehr folgen konnte. Im Speerwurf kam Baumann
auf 23,47 Meter und Herzog mit 25,49 Metern noch etwas näher. Dann folgte der
abschließende 800-Meter-Lauf. Baumann gab alles, lief mit 2.35,13 Minuten
persönliche Bestzeit und ließ Herzog mit 2.36,07 Mi nuten hinter sich. Damit
war der TGN Athletin mit 3529 Punkten der Titel sicher vor Herzog. Mit fast 100
Punkten Rückstand folgte Laura Fritz (VfB Stuttgart) auf Rang drei.
Ellen Baumann, das große Talent aus Lenningen, trat mit
diesem Titelgewinn in die Fußstapfen einer Anke Köninger
oder Stephanie Lichtl. Sie ist zielstrebig und ehrgeizig, ohne die Schule zu
vernachlässigen. Ohne Mithilfe der Familie geht dies je doch nicht. Dreimal die
Woche fahren die Eltern oder Großeltern das Mädchen zum Training nach Nürtingen.
Dort wird sie betreut und angeleitet von Karin Schulz. Zusätzlich fährt sie
jeden Freitag ins Stuttgarter Leistungszentrum zu den Trainern des Verbandes.
Jetzt zahlte sich dieser enorme Aufwand erstmals mit dem Gewinn der
Siebenkampfmeisterschaft aus. In drei Wochen wird sie diesen Titel bei den Deutschen
Meisterschaften in Rhede gegen die Besten der
Republik bestätigen müssen.
Beste des Kreises in W 15 war Sabine Kopplin
(LG Leinfelden) mit 1960 Punkten im Vierkampf und 3404 Punkten im Siebenkampf,
jeweils auf Rang zwölf. Sie mit 11,06 Meter Kugel ihr bestes Ergebnis.
Die Geschlossenheit der LG Leinfelden dokumentierte sich in
den Mannschaftsbewertungen. Im Vierkampf kam die LGL auf 9263 Punkte und
verfehlte damit den Kreisrekord der TG Nürtingen aus dem Jahre 2000 nur knapp.
Im Mannschafts- Siebenkampf fiel dann aber mit 9978 Punkten der Kreisrekord der
LG Neckar Erms aus dem Vorjahr (9956). Die Leinfeldener
holten sich dabei die Bronzemedaille im Vier- und Siebenkampf. Olivia Herzog,
Sabine Kopplin, Britta Reinbeck,
Rebecca Scholl und Viktoria von Eynatten kamen für die LGL in die Wertung.
Bei den Jungen bestätigte in M 15 der Köngener
Sprint-Hallenmeister Klaus Neundorf seine Schnelligkeit. Er lief die 100 Meter
in 11,56 Sekunden und lag deutlich vorne, auch seine 14,09 Meter Kugel waren
die Bestleistung aller Teilnehmer. Dann aber folgten schwächere 5,69 Meter im
Weitsprung und 1,48 Meter in Hochsprung und damit reichte es nicht zum
Vierkampferfolg. Mit 2298 Punkten wurde er Fünfter. Steffen Reichel von der LG
Teck folgte mit 2063 Punkten als Nächster aus dem Kreis.
In M 14 hatte der Kreis mit Daniel Neth
(LG Teck), Fabian Gärtner (TSV Wendlingen) und David Wrobel
(LG Leinfelden) drei Athleten, die vorne mit dabei waren:
Neth kam im Vierkampf auf 1971
Punkte und dies war Rang acht. Seine 5,72 Meter Weitsprung waren schon
Extraklasse. Gärtner folgte mit 1934 auf Rang zwölf. Mit 1,56 Meter Hochsprung
hatte er sein bestes Resultat. Wrobel kam mit 1923
Punkten auf Rang 19. Er stieß die Kugel immerhin auf 11,14 Meter. Die LG Teck
und die LG Leinfelden waren mit Mannschaften dabei und kamen auf die Ränge acht
und 13.
Als es am zweiten Tag in den Achtkampf ging, lichtete sich
das Teilnehmerfeld deutlich. Der Stabhochsprung ist hier immer wieder der
Knackpunkt. David Wrobel nutzte seine technische
Stärke mit 33,48 Meter Diskus und 37,06 Meter Speer, um mit 3936 Punkten auf
Rang sechs vorzustoßen, direkt vor Fabian Gärtner mit 2789 Punkten. Und dies in
M 14. In M 15 blieb Steffen Reichel mit dabei und verbesserte sich mit 4046
Punkten auf Rang 15. Damit war er Bester des Kreises.
Auch in der Mannschaftswertung ging es bei der LG
Leinfelden steil nach oben. Nach Rang 13 im Vierkampf holte man sich jetzt mit
11 543 Punkten Rang sechs im Achtkampf.
Für die Schüler folgen nun am nächsten Wochenende die
Einzelmeisterschaften des Landes in Aulendorf, ehe es zu den Mehrkampfmeisterschaften
des DLV nach Rhede geht.