Süddeutsche Meisterschaften der Junioren in Rottweil

Nicht sehr zahlreich waren die Teilnehmer des Kreises Esslingen bei den Süddeutschen Meisterschaften der Junioren (21 bis 23 Jahre) am Wochenende in Rottweil. Diejenigen jedoch, die es geschafft hatten, mit dabei zu sein, agierten bis auf wenige Ausnahmen enorm erfolgreich. Allen voran natürlich Stephanie Lichtl von der TG Nürtingen. Sie war an diesem Wochenende einfach eine Klasse für sich, holte zwei Titel und war der Konkurrenz weit voraus.

Dies begann über 100 Meter Hürden schon in den Vorläufen, wo Stephanie Lichtl mit 13,78 Sekunden klar vorne lag. Das Finale war dann eine echte Demonstration der Hürdentechnik der jetzt 20-Jährigen. Sie lief weit voraus 13,65 Sekunden und wurde erstmals Süddeutsche Meisterin. Weit zurück mit 14,18 Sekunden Lara Hirt vom LV Wiesbaden und mit 14,28 Sekunden Anne Döringer, MTG Mannheim. Diese Überlegenheit setzte sich am späten Samstagabend im Weitsprung fort. Stephanie Lichtl begann mit 6,10 Meter und ging in Führung. 6,13 Meter dann in Versuch Nummer zwei, und dabei blieb es beim zweiten Titelgewinn an diesem Tag. Mit genau 33 Zentimeter Rückstand folgte Jessica Oppawsky von der LG Mörfelden auf Rang zwei vor Theresa Daum, TV Eppelheim (5,72). Selten präsentierte sich eine Meisterin so überlegen wie Stephanie Lichtl an diesem Samstag in Rottweil.

Ganz stark auch Ann Kathrin Fischer vom VfL Kirchheim. Sie etabliert sich immer mehr. 12,06 Sekunden lief sie über 100 Meter in den Vorläufen, 12,04 Sekunden folgten im Halbfinale, und damit war sie im Endlauf der besten sechs. Dort holte sie sich die Bronzemedaille in erneuten 12,04 Sekunden hinter Sandra Oehme, TV Burgsolms (11,84), und Jessica Hochaus, USC Mainz (11,95), aber vor Larissa Kaufmann von der LG Karlsruhe (12,27).

Denise von Eynatten (LG Leinfelden) überquerte im Stabhochsprung erneut 3,50 Meter und dies war Rang vier in einem starken Feld. Nicht zufrieden waren die Mittelstreckler der TG Nürtingen mit ihrem Auftreten. Knallhart ging es schon in den Vorläufen über 800 Meter zu und hier schied Matthias Heer im zweiten Vorlauf mit 1.56,28 Minuten aus. Im Finale über 1500 Meter war Clemens Silabetzschky und wurde Achter mit 4.08,34 Minuten.

Eingelagert in diese Süd-Titelkämpfe der Junioren war das 5000-Meter-Bahngehen der Frauen, und hier holte sich Barbara Primas von der TSG Esslingen mit 26.01,23 Minuten die Bronzemedaille. Ebenfalls eingelagert die B-Jugendstaffel auf den Mittelstrecken, und hier gab es ganz überraschend Silber für die LG Filder über 3×1000 Meter. Thomas Himmer, Marcel Garziella und Dennis Bäuerle ließen sich nach 8.02,62 Minuten nur vom LV Thum von der Spitzenposition verdrängen. Sie lagen aber klar vor der LAC Saarlouis, Kornwestheim und Tübingen.

Enorm stark besetzt waren die Süddeutschen Meisterschaften der Schüler A in Rottweil, wo nur die 15-Jährigen startberechtigt waren. Trotz hoher Qualifikationen sah man große Teilnehmerfelder, die für viel Leben bei den gleichzeitig stattfindenden Südmeisterschaften der Junioren sorgten.

Knapp an einer Medaille vorbei schrammte dabei der Köngener Sprinter Klaus Neuendorf. Er präsentierte sich in starker Verfassung und gewann über 100 Meter in 11,66 Sekunden einen der vielen Vorläufe. Im Halbfinale steigerte er sich auf 11,61 Sekunden und war im Endlauf. Dort lief er in 11,58 Sekunden als Vierter knapp an der Bronzemedaille vorbei. Mit 13,47 Meter Kugel kam er dann jedoch nicht in den Endkampf. Patrick Waldenmaier vom TSV Oberboihingen zeigte im Sprint ebenfalls eine gute Leistung. Er lief über 100 Meter im Vorlauf 12,13 Sekunden und war in der nächsten Runde, wo er mit 12,18 Sekunden ausscheiden musste. Persönliche Bestzeit über 1000 Meter lief Patrick Weigele (LG Teck) mit 2.51,52 Minuten im Mittelfeld und dies gilt auch für den Stabhochspringer Oskar Nick (LG Leinfelden) mit überquerten 3,00 Meter auf Rang 15.

Einziges Mädchen des Kreises war die Technikerin Sabine Kopplin, LG Leinfelden. Sie erreichte mit 11,92 Meter Kugel den Endkampf der letzten acht und auf dieser Position blieb sie dann hängen. 28,22 Meter Diskus reichten dann später nicht für den Endkampf aus.