Deutsche Hallenmeisterschaft in Leipzig
Stark
präsentierten sich die wenigen Teilnehmer des Kreises Esslingen, die die hohen
Qualifikationsnormen überhaupt geschafft hatten, am Wochenende bei den
Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. Fast alle agierten im Rahmen ihrer
persönlichen Bestleistungen oder erreichten sogar das Finale der besten acht.
Der
Sprinter Jan Schmalz von der LG Leinfelden lief auf der 400-Meter-Distanz schon
im Vorlauf mit 49,23 Sekunden so schnell wie noch nie in der Halle und war
damit in einem der beiden Finalläufe. Dort steigerte er sich erneut auf 49,13
Sekunden und dies war insgesamt Rang zehn.
Hochkarätig
war der Wettkampf im Stabhochsprung der Männer, bei dem der Leinfeldener Fabian
Schulze kräftig vorne mitmischte. Trotzdem könnte er bei der Nominierung für
die Hallen-Europameisterschaft am 3. und 4. März in Birmingham der Leidtragende
sein. Den Wettbewerb gewann Björn Otto (Dormagen) mit der Jahres-Weltbesthöhe
von 5,90 Meter vor Danny Ecker (Leverkusen) mit 5,80 Meter. Auf Rang drei und
vier überquerten Tim Lobinger (Köln) und Fabian
Schulze jeweils 5,75 Meter. Schulze hatte jedoch einen Versuch mehr und dies
brachte ihm Rang vier ein. Dieser eine Fehlversuch könnte ihn die Teilnahme in
Birmingham kosten, denn nur drei Deutsche dürfen dort starten.
Fast
dramatisch verlief das Finale über 60 Meter Hürden der Frauen, denn hinter der
überlegenen Meisterin Kirsten Bolm (MTG Mannheim,
8,01 Sekunden) und Annette Funk (Hannover 96, 8,24 Sekunden) trennten Platz
drei und fünf nur neun Tausendstelsekunden. Die Leidtragende dieser hauchdünnen
Entscheidung war Stephanie Lichtl aus Bempflingen, denn ihre 8,27 Sekunden
bedeuteten Rang fünf. Platz drei ging an Ann-Kathrin Elbe (TSV Bayer 04
Leverkusen, 8,26) vor der zeitgleichen Anika Bozsik (LG Kindelsberg Kreuztal,
8,26). Zuvor war Stephanie Lichtl souverän als Vorlaufzweite
in 8,31 Sekunden hinter Bolm in dieses spannende
Finale gesprintet.
Stark die
Sprintzeiten von Anke Hummel aus Oberboihingen, auch
wenn dies nicht für die zweite Runde ausreichte. 7,69 Sekunden über 60 Meter
und 24,94 Sekunden über 200 Meter wurden für sie registriert.
Immer mehr
nach oben geht es bei Denise von Eynatten (LG Leinfelden) im Stabhochsprung.
Nach 4,01 Meter bei den Landesmeisterschaften steigerte sie sich jetzt auf 4,15
Meter und sprang damit mitten hinein in die deutsche Spitzenklasse und in der
Endabrechnung höhengleich mit Rang sieben auf Rang neun. Auf 3,80 Meter steht
ihr Kreisrekord im Freien. Ganz sicher wird diese Marke in der nun bald
anlaufenden Saison nicht mehr lange Bestand haben.